Das Buch von Simone May: "Typisch! Erkennen und verstehen Sie Ihre Kollegen mit dem Enneagramm"
erschienen im Oktober 2011
“Typisch!“ lässt Sie Ihre Kollegen, Mitarbeiter, Chefs und andere Menschen, mit denen Sie beruflich (und privat) zu tun haben, mit anderen Augen sehen.
Unternehmensberaterin Simone May gibt Ihnen anhand vieler Praxisbeispiele und humorvoller Illustrationen einen umfassenden Einblick in die Gefühlswelt und Motivation Ihrer Kollegen. Sie lernen die neun Persönlichkeitstypen kennen und wie sie mit einander interagieren. Lebensnah, heiter, konkret und leicht nachvollziehbar. Interviews mit Typ-Repräsentanten und originelle Cartoons zu typischen Arbeitssituationen ermöglichen den intuitiven, leichten Einstieg in das Enneagramm-Modell.
Mehr Informationen und Bestellung: www.may-paula.de
Rezensionen zum Buch "Typisch!"
aus Amazon.de
*****Chef und sein Team, 15. Januar 2012
Ich beschäftige mich auch seit Jahren mit dem Enneagramm und habe schon einige Bücher gelesen. Dieses Buch von Simone May ist durch die Interviews mit Menschen aus dem Berufsalltag erfrischend neu. Es zeigt, wie alle anderen Bücher auch, die neun Typen, geht aber insbesondere auf die Situation im Beruf ein. Es wird deutlich, dass ich als Führungskraft erheblich davon profitiere, wenn ich die Unterschiede der neun Persönlichkeiten kenne und wie ich auf sie reagiere. Es ist kurz und knapp- aber nicht oberflächlich. Simone May hat aus Ihrer Praxis als Coach wunderbar die Fälle aufgezeigt, die Menschen im Berufsleben so quälen können. Durch das Enneagramm kann Sie schnell erkennen, um wen es sich handelt und wo die Wurzel des Problems liegt. Als Führungskraft hilft das Buch, schnell die bekannten Situationen zu verstehen, in die Menschen im Team immer geraten, wenn es Konflikte oder Stress gibt. Es geht um ein gesundes Team, eine harmonische Stimmung und das Erkennen und Annehmen von Diversity, Vielfalt und Bereicherung. Es ist ein Einstieg in eine andere Unternehmenskultur. Es geht nicht nur um einen selbst sondern auch um die Community. Das Buch ist kurzweilig und lässt sich durch die Leichtigkeit der Darstellung schnell lesen. Die Bilder (Grafiken) machen die Typen zu handelnden Menschen und dadurch auch wieder individuell. Es geht um das Verhalten. Leichter Einstieg für Menschen, die es satt haben, in zu einfache Modelle gepresst zu werden. Hoffentlich lesen es viele Führungskräfte.
*****Lebensnah, anschaulich und mit Aha-Effekt, 2. Januar 2011
Zum Enneagramm im Berufsleben gibt es ja schon einige wenige Bücher, doch dieses hier zeichnet sich besonders aus durch seine lebensnahe Lebendigkeit und Leichtigkeit. Der Autorin gelingt es ausgesprochen gut, die neun Typen im Arbeitsleben abzubilden. Durch die vielen Illustrationen, Praxisbeispiele und sogar Interviews, werden die Typdynamiken sehr plastisch dargestellt, es fällt leicht einen Bezug zur Realität herzustellen. An vielen Stellen musste ich selbst schmunzeln, da ich einige meiner Kollegen wieder erkannt habe und mich gefragt hatte, ob die Autorin sie wohl auch kennt. :-)
Ich selbst beschäftige mich schon viele Jahre mit dem Enneagramm, kenne die komplexe Thematik und weiß, dass viele Menschen gewisse Berührungsprobleme haben, da das Enneagramm einen spirituellen Hintergrund/Ursprung hat. Dieses Buch eignet sich sehr gut als Einstieg in das Enneagramm, denn die Aspekte des Modells beziehen sich auf die eher 'rationale' Arbeitswelt, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Alle wesentliche Elemente des Enneagramms werden übersichtlich dargestellt - das Buch ist generell sehr gut strukturiert hat eine schöne, angenehme Aufmachung.
Ich selbst habe dieses Buch inzwischen verschenkt und mir wurde nun von 'Aha-Effekten' berichtet. Eine Kollegin erkannte sich selbst im Typ und ihr wurde vieles klar über ihre Verhaltensmechanismen in Bezug auf verschiedene Arbeitssituationen. Nachdem ich ihr erzählte, ich beschäftige mich schon länger damit, sagte sie fast vorwurfsvoll, warum hast Du mir nicht früher davon erzählt! Die Autorin verspricht also nicht zu viel, wenn sie schreibt 'Erkennen und verstehen Sie ihre Kollegen'... vielen Dank dafür!
*****Unterhaltsam, erhellend und nicht nur im Business nützlich, 5. Dezember 2011
Ich habe es in einem Rutsch gelesen, finde es genial, grade von Inhalt, dem zweigeteilten Aufbau der Sprache und Tonality und es schliesst eine Lücke auf dem Business Enneagramm Markt. Ich werde es in meinen Trainings empfehlen.
Vor allem die lebensnahe Beschreibung der 9 Typen hilft sofort, sich und andre zu erkennen. Und das Kapitel wie unterschiedliche Typen mehr oder weniger gut klarkommen ist quasi aus dem prallen Leben. Für alle Führungskräfte, die noch was lernen möchten ein MUSS :-)
Interview mit FAZ.NET 29.08.2008
„Autorität kann man sich erarbeiten”
„Wenn Sie nicht tun, was ich sage, fliegen Sie raus.” Ein Chefgebaren wie dieses mag überzeichnet und ein persönliches Armutszeugnis sein. Letzten Endes verfügen Vorgesetzte aber über disziplinarische Mittel, um ihre Mitarbeiter (wieder) auf Kurs zu bringen. Anders bei Team- und Projektleitern oder Inhabern einer Stabsfunktion: Sie tragen die Verantwortung für ihr Aufgabengebiet, sind dazu auf die engagierte Beteiligung von Kollegen angewiesen, haben aber jenseits ihrer persönlichen Autorität keinerlei Weisungsbefugnis. Wie es gelingt, Mitarbeiter unabhängig von Machtstrukturen zu führen und welche Fallstricke lauern, verrät Simone May, Geschäftsführerin der Kölner Beratung May-Personalmanagement, im Interview mit FAZ.NET.
Was bedeutet es, Führung
wahrzunehmen?
Führen bedeutet, Menschen zu
bewegen, eine Aufgabe bestmöglich auszuführen, sprich: Leistung
zu
ermöglichen. Hierfür werden mehr
persönliche und soziale Kompetenzen benötigt als fachliche.
Selbst dann nicht, wenn ein
Projektleiter gewißermaßen als Gleicher unter Gleichen führt?
Fachliches Wissen ist von Vorteil, aber kein Muß. Entscheidend
ist vielmehr,
die Führungsrolle mit einem gewißen Selbstverständnis
auszufüllen und
Kollegen in dem, was sie wissen und können, zu fordern und
fördern.
Was gehört zu diesem „gewissen
Selbstverständnis”?
Der Projekt- oder Teamleiter muß die Fäden sicher in der Hand
halten und die Gruppe auf ein gemeinsames Ziel einschwören. Dies
aber nicht durch Druck oder Ausüben von Macht – das steht ihm
nicht zu. Sondern vielmehr, indem er mit seiner persönlichen
Autorität einen Sog erzeugt. Wichtig ist, emotional statt
funktional zu führen. Nur wer sich auf die Mitarbeiter einläßt,
kommt über die fehlende Weisungsbefugnis hinweg.
Gibt es so etwas wie natürliche
Autorität? Und läßt sie sich erwerben?
Natürliche Autorität wird oft in einem Atemzug mit Charisma
genannt. Das erlernen zu wollen, ist paradox. Man kann sich aber
die zugewiesene Autorität erarbeiten: durch faires,
wohlwollendes und zuverlässiges Handeln. Indem man lebt, was man
sagt.
Wie weit sollte sich ein Team- oder
Projektleiter im Sinne der Autorität von den Kollegen abgrenzen?
Nur insoweit, als er sich zurückhalten sollte, wenn seine
Meinung nicht mit der Meinung der oberen Vorgesetzten
übereinstimmt. Tut er das nicht, unterminiert er seine eigene
Rolle. Statt mit den Kollegen ein Klagelied über unsinnige Vorgaben anzustimmen, sollte er ihnen den höheren Sinn
erklären und Empathie vermitteln. Notfalls mit der Parole: Da
müßen wir jetzt alle durch.
Worauf sollten informelle Chefs in
punkto Kommunikation noch achten?
Viele Projekt- und Teamleiter sprechen sehr weich und im
Konjunktiv, etwa: „Es wäre schön, wenn du das machen könntest”
oder „Ich würde dich bitten, bei Gelegenheit…”. Das läßt dem
Geführten stets ein Hintertürchen offen – weil sich die
Gelegenheit eben noch nicht geboten hat. Sprechen zwei
miteinander, die keinen richtigen Pakt geschloßen haben, ist es
schwierig, Absprachen verbindlich einzufordern. Besser ist es,
auf höfliche Art indivi-duelle Ziele zu vereinbaren, etwa: „Wie
kannst du es möglich machen, die Unterlagen rechtzeitig bereit
zu stellen?” Damit ziehe ich den Mitarbeiter klar in die
Verantwortung.
Was tun, wenn ein Kollege im Team
nicht mitzieht?
Am besten, man versucht im Zweiergespräch herauszufinden, was im
Argen liegt: Ist es ein sachliches Problem, etwa weil dem
Mitarbeiter Erfahrung oder ausreichend Zeit für die Aufgabe
fehlt? Oder ist es ein persönliches Problem, weil der
Mitarbeiter nicht mit dem Kollegen zusammen arbeiten will?
Widerstände lassen sich am besten durch offene Fragen oder einen
gedanklichen Rollentausch brechen. Die Frage: „Wenn du an meiner
Stelle wärst, wie würdest du das anpacken?” ist ein rhetorisch
sehr machtvolles Instrument.
Zu drohen, etwa daß man den disziplinarischen Chef einschaltet,
ist wenig
hilfreich. Wenn dieser abblockt, kann sich das sogar als
Eigentor erweisen – was nicht selten der Fall ist.
Welche Rolle spielt der Umgang mit
dem eigenen Chef für Projektleiter?
Ein vertrauensvoller Umgang mit der eigenen Führungskraft ist
entscheidend für das eigene Selbstverständnis als Projektleiter.
Dazu gehören Fördergespräche, in denen Erwartungen klar
formuliert werden und Vorgehensweisen bei Problemen diskutiert
werden. Nach dem Motto: „Was machen wir im Falle daß…?” Das
passiert meiner Beobachtung nach allerdings nur selten. Viele
meiner Kursteilnehmer klagen über mangelnde Rückendeckung durch
ihren Chef.
Das Gespräch führte Birgit Obermeier.
Text:
www.FAZ.NET.de
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